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News zu EVN, Research zu UBM, RBI, Frequentis

Die EVN hat eine erfolgeiche Science Based Targets Initiative (SBTI)-Validierung eines 1,5°C-Ziels in Einklang mit dem Pariser Klimaabkommens abgeschlossen. Mit dem Übergang zum 1,5°C-Ziel (davor "deutlich unter 2°C"-Ziel") gehen verstärkte Maßnahmen im EVN Konzern einher. CEO Stefan Szyszkowitz "Basierend auf unseren Treibhausgasemissionen im Geschäftsjahr 2021/22 bedeuten die aktuell mit SBTi abgestimmten Ziele eine Reduktion der von den Zielsetzungen umfassten Emissionen um rund 70 Prozent bis zum Geschäftsjahr 2030/31. Das ist ein sehr ambitionierter Weg, den wir durch gemeinsame Anstrengungen schaffen werden - allen voran durch den kontinuierlichen Ausbau unserer erneuerbaren Erzeugungskapazitäten, vor allen in den Bereichen Windkraft und Photovoltaik, sowie der erneuerbaren Wärmeversorgung. Wir sind stolz, dass wir nun zum Kreis jener 75 europäischen Unternehmen der Energiewirtschaft zählen, die sich ein wissenschaftsbasiertes und verifiziertes 1,5°C-Ziel gesetzt haben."

Die Analysten der BankM stufen die Frequentis-Aktie von Halten auf Kaufen hoch. Der Faire Wert wird von 39,73 Euro auf 42,21 Euro angehoben. Die Zahlen für 2024 lagen laut Analysten über den Erwartungen. Und auch der Ausblick wid positiv gesehen. "Der erstmals gelieferte Ausblick für 2025 (Umsatzsteigerung um rd. 10%) zeigt, dass die Diskussion um protektionistische Maßnahmen Frequentis nicht/kaum belastet, was auch daran liegt, dass die Gesellschaft über drei Standorte in den USA verfügt und als US-Unternehmen (mit lokaler Wertschöpfung von rund 70%) gilt. Wir haben unser Modell für 2025ff angepasst, mit entsprechend positivem Effekt auf die fundamentale Bewertung. Die von der Implementierung der US-Zölle ausgelösten weltweiten Kursrückgänge belasten indes die Peer Bewertung. Mit einem 2025er KGV von 17,2 (Peer Group: 19,4) erscheint uns die Frequentis-Aktie, angesichts eines Geschäftsmodells mit langjährig angelegten Kundenbeziehungen und hohen Markteintrittsbarrieren, eher günstig," so die BankM-Experten.

Die Analystn der Erste Group stufen die RBI von Akkumulieren auf Kaufen hoch, das Kursziel wird auf 29,0 Euro je Aktie erhöht (zuvor 20,6 Euro). Das hohere Kursziel ist laut Analysten auf niedrigere Diskontierungssatze sowie auf eine optimistischere Einschatzung der mittel- bis langfristigen Ertrage (ROE) der RBI zuruckzufuhren. Sie meinen:  "In unseren aktualisierten Schatzungen halten wir eine zweistellige Eigenkapitalrendite fur realistisch, bleiben aber etwas konservativer als die RBI. Das Hauptargument fur unsere positive Meinung zur Aktie ist, dass sie fur das erwartete Ertragsniveau viel zu gunstig gehandelt wird. Das Kurs- Gewinn-Verhaltnis liegt immer noch bei niedrigen 5-6x, wahrend das Kurs- Buchwert-Verhaltnis mit 0,5-0,6x (beide Indikatoren ohne Russland) nicht ein- mal die Halfte des Durchschnitts der Peergruppe erreicht. Selbst zu unserem Kursziel wurde die RBI ohne Russland nur mit dem 0,8-fachen ihres Buchwerts gehandelt. Zudem konnte der aktuelle Rechtsstreit mit Rasperia (Strabag-Aktien) langerfristig fur ein deutliches Kurspotenzial uber unsere aktuelle Bewertung hinaus sorgen."

Die Analysten von SRC stufen die UBM-Aktie weiter mit "Kaufen" und Kursziel 30,0 Euro ein. Sie meinen: "Das Unternehmen hat eine sehr vielversprechende Pipeline von über 3.000 Wohneinheiten in den Metropolen in Deutschland, Österreich und Tschechien, die für sehr gute Ergebnisbeiträge in den kommenden Jahren sorgen werden, nicht zuletzt auch angeheizt durch den stetig wachsenden Nachfrageüberhang nach attraktivem Wohnraum, was auch die Quadratmeterpreise tendenziell weiter beflügelt. Darüber hinaus werden mit dem Leopold Quartier Office in Wien (Abschnitt A) und dem Timber Peak im attraktiven Mainzer Zollhafen im vierten Quartal 2025 zwei sehr attraktive Büroprojekte abgeschlossen, die für einen Verkaufserfolg in den nächsten 12 bis 18 Monaten gut sind. Von daher gehen wir davon aus, dass die Firma wie angekündigt in der zweiten Hälfte des laufenden Jahres in die Gewinnzone zurückkehren wird. Eine möglicherweise stattfindende Emission eines Green Hybrid Bond in einer Grössenordnung von 50 Mio. bis 100 Mio. Euro in den nächsten Monaten würde den finanziellen Spielraum weiter erhöhen und das Fristigkeitenprofil weiter verbessern. Das Unternehmen hat das Maximum aus dem 2024er Jahr herausgeholt und sollte für positive Schlagzeilen in den nächsten 2 Jahren sorgen können."

Dieser Artikel wurde zur Verfügung gestellt von boerse-social.com.

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