Die AMAG hat das herausfordernde Geschäftsjahr 2024 mit Umsatzerlösen in Höhe 1.448,8 Mio. Euro (Vorjahr: 1.459,2 Mio. Euro) abgeschlossen. Laut AMAG konnten Verschiebungen im Produktmix und ein höherer durchschnittlicher Aluminiumpreis das insgesamt niedrigere Preis- und Prämienniveau weitestgehend kompensieren. Mit 425.000 Tonnen konnte der Gesamtabsatz in etwa auf dem Niveau des Vorjahres (425.800 Tonnen) gehalten werden. Das EBITDA wird mit 179,2 Mio. Euro ausgewiesen (2023: 188,4 Mio. Euro), was immerhin noch das bisher vierthöchste Niveau darstellt, wie CFO Claudia Trampitsch bei der Pressekonferenz betonte. Das EBIT liegt bei 77,1 Mio. Euro (2023: 102,4 Mio. Euro), das Ergebnis nach Ertragsteuern bei 43,2 Mio. Euro (2023: 66,4 Mio. Euro). Der Hauptversammlung soll eine Dividende in Höhe von 1,20 Euro je Aktie vorgeschlagen werden (für 2023: 1,50 Euro). "Wir leben in turbulenten Zeiten und in einem volatilen Umfeld. Die Stärke der AMAG ist es, flexible auf das Marktumfeld zu reagieren," sagt CEO Helmut Kaufmann bei der Bilanzpressekonferenz. Die kanadische Elektrolyse Alouette habe im abgelaufenen Jahr eine stabile Produktion gehabt, zudem habe eine deutliche Verschiebung im Produktmix unterstützt. Die starke Position bei hochfesten Werkstoffen sei weiter ausgebaut worden. Dieser Bereich ist laut Kaufmann eine Stärke der AMAG, der vor allem auch im Sportbereich eingesetzt wird. "Wir freuen uns sehr sagen zu können, dass wir bei allen Medaillen der Ski-WM mit dabei waren", merkt Kaufmann am Rande an. Auch bei OEMs aus dem Automobilbereich und Luftfahrbereich habe man sich qualifizieren können. Speziell die CO2-optimierten Produkte würden gut nachgefragt. "Das wird sich in den nächsten Jahren positiv auswirken." so der CEO. Belastet war das Ergebnis von Abwertungen an zwei Standorten in Deutschland. Begründet wird dies mit einem hohen Preisdruck. Hinsichtlich der von US-Präsidenten Donald Trump angekündigten Zölle auf Aluminium sei abzuwarten, wie dies spezifiziert werde und welche Länder es genau treffe, so CFO Claudia Trampitsch. Sollten sowohl Importe aus Kanada als auch Europa mit Zöllen belegt werden, "dann hätten wir mit kumuliert 2 mal 25 Prozent den Worst Case", so die Finanzvorständin. CEO Helmut Kaufmann merkte aber an, dass die USA von Importen abhängig seien, da im Pimäraluminiumbereich die Erzeugung der USA bei ca 1 Mio. Tonnen liege, der Bedarf aber bei ca. 5 Mio. Tonnen. Von den jüngst angekündigten Sanktionen gegen Russland im Aluminiumbereich sei man nicht betroffen, ebenso nicht von den Schwierigkeiten bei KTM, wie CEO Kaufmann auf Anfrage erklärte. Die vielen Unsicherheiten würden jedenfalls aktuell keine Ergebnisprognose in Form einer EBITDA-Bandbreite für das Geschäftsjahr 2025 zulassen. Aus heutiger Sicht sei aber davon auszugehen, dass das operative Ergebnis sehr wahrscheinlich unterhalb des Niveaus aus 2024 liegen wird,", heißt es. Schwächend würde sich u.a. auch der gestiegene Tonerde-Preis auswirken.
Erste Reaktionen: Seitens der Analysten der Baader Bank heißt es: "Wir rechnen mit einem stärkeren EBITDA-Rückgang im Jahr 2025 im Vergleich zum Konsensdurchschnitt. Die anspruchslosen Produktionsaussichten vieler Branchen lassen Zweifel an einer Erholung der Umsätze aufkommen. Die möglichen Zölle auf US-Aluminiumimporte in Kombination mit den Auswirkungen hoher Aluminiumpreise werden das Metallergebnis von AMAG belasten. Unterstützend für die Aktie könnte die Dividende von 1,20 Euro mit einer Rendite von >5 Prozent sein, trotz eines ersten Rückgangs im Vergleich zu den langfristig stabilen 1,50 Euro. Darüber hinaus produziert AMAG eine gut diversifizierte und sich verbessernde Produktpalette für Wachstumsbranchen in den Bereichen Transport, erneuerbare Energien und Elektrofahrzeuge. Und AMAG ist flexibel, um die Produktion auf ertragreichere Produkte umzustellen." Die Baader-Analysten stufen die Aktie derzeit mit Add und Kursziel 26,5 Euro ein.
Die Analysten von Raiffeisen Research meinen: "Aufgrund einmaliger Bewertungseffekte lag der Gewinn pro Aktie im Vorjahr unter den Erwartungen. Auf vergleichbarer Basis boten die Zahlen kaum Überraschungen. Eine Ergebnisprognose in Form einer EBITDA-Bandbreite ist aufgrund der Marktunsicherheiten derzeit nicht möglich. Die Konsensschätzungen gehen im Mittel von einem weiteren Rückgang des EBITDA auf 151 Mio. Euro aus, was einem Rückgang von 16 % entspricht." Das aktuelle Rating von Raiffeisen für die AMAG liegt bei "Halten".
Der IoT-Spezialist Kontron hat einen Großauftrag für 5G IoT-Konnektivitätsmodule für mehrere globale Automobilhersteller (OEMs) erhalten. Das Gesamtvolumen des Auftrags liegt laut Kontron bei rund 250 Mio. US-Dollar. Die Produktion soll im Jahr 2026 hochgefahren werden. Die erwarteten Einnahmen in Höhe von rund 250 Mio. US-Dollar werden innerhalb von 7 Jahren oder schneller erzielt werden, teilt Kontron mit. Kontron ist eigenen Angaben zufolge der weltweit einzige europäische Produzent von 5G-Modulen. Diese Entwicklung werde durch die im September 2024 angekündigte Strategie von Kontron unterstützt, 5G-Module vollständig in Europa zu entwickeln und zu fertigen.
Die Porr hat einen Auftrag zur Sanierung des Straßenbahnnetzes in der rumänischen Hauptstadt Bukarest erhalten. Im Auftrag der Stadtverwaltung Bukarest modernisiert die Baugesellschaft einen 18 km langen Abschnitt der Schienenstrecke der Straßenbahnlinie 40. Das Projekt wird innerhalb von 33 Monaten abgeschlossen; der Auftragswert beläuft sich auf rund 150 Mio. Euro.
Die Österreichische Post sucht über 1.500 Sommerpostler*innen in ganz Österreich, die von Juni bis September die Zusteller*innen in der Haupturlaubszeit unterstützen. Man verdient rund 1.700 Euro für vier Wochen und erhält eine zusätzliche Prämie ab der fünften Woche, Wiederkehrer*innen bekommen einen Bonus. Für den Ferialjob muss man mindestens 18 Jahre alt sein, gute Deutschkenntnisse sowie je nach Einsatzort ein Führerschein der Klasse B haben.
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