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Wifo/IHS senken Konjunkturprognose massiv - Rezession hält an

27.03.2025, 10:11:00

Wirtschaftsforscher erwarten nun Rückgang der Wirtschaftsleistung um 0,3 bzw. 0,2 Prozent - Budgetdefizit trotz Sparpakets über Maastricht-Grenze - Inflation heuer 2,7 bzw. 2,9 Prozent

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AKTUALISIERUNGS-HINWEIS
Neu: Titel neu, um zwei Absätze ergänzt.
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Die Wirtschaftsforscher von Wifo und IHS senken ihre
Konjunkturprognose für 2025 massiv und erwarten für Österreich das
dritte Rezessionsjahr in Folge. Im Dezember ging man noch von einem
Wirtschaftswachstum von 0,6 bzw. 0,7 Prozent für heuer aus, nun wird
ein Rückgang um 0,3 bzw. 0,2 Prozent prognostiziert. Das
Budgetdefizit soll 2025 erneut die Maastricht-Grenze von 3 Prozent
des BIP überschreiten und trotz Sparpakets bei 3,3 Prozent (Wifo)
bzw. 3,2 Prozent (IHS) liegen.
"Die Budgetkonsolidierung durch die neue Bundesregierung dämpft
dabei das Wachstum um 0,3 Prozentpunkte", rechnet das Institut für
Höhere Studien (IHS) vor. "Die heimische Wirtschaft sollte ab Mitte
2025 die längste Rezession der Zweiten Republik überwunden haben",
schreibt das Wifo in seiner Prognose. Im Jahr 2023 schrumpfte das
reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Österreich um 1,0 Prozent und
2024 um 1,2 Prozent.
Seitwärts-Bewegung bei Inflation erwartet
Nach den Rekord-Inflationsjahren 2022 und 2023 mit 8,6 Prozent
und 7,8 Prozent sank die Teuerung 2024 auf 2,9 Prozent und soll
heuer bei 2,7 Prozent (Wifo) bzw. 2,9 Prozent (IHS) liegen. Das
Auslaufen der Strompreisbremse, der Anstieg der Netzentgelte bei
Strom und Erdgas und die Anhebung von Erneuerbaren-Förderung und
CO2-Steuer haben die Teuerung in Österreich Anfang 2025 deutlich
steigen lassen. Die Wirtschaftsforscher rechnen im weiteren
Jahresverlauf aber mit einer rückläufigen Inflationsrate.
Der Arbeitsmarkt erweist sich laut Wifo-Ökonomen "angesichts der
Dauer und Schwere der Rezession als relativ robust". Das IHS sieht
das ähnlich: "Im historischen Vergleich erweist sich die
Arbeitsmarktlage immer noch als recht stabil". Für heuer wird ein
Anstieg der Arbeitslosenrate nach nationaler Berechnung um 0,3 bzw.
0,5 Prozentpunkte auf 7,3 bzw. 7,5 Prozent erwartet.
(Redaktionelle Hinweise: GRAFIK 0449-25, Format 88 x 152 mm;
GRAFIK 0450-25, Format 88 x 116 mm)
  cri/cs/ivn
 WEB   https://www.wifo.ac.at/


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Quelle: APA