Luftfahrt-Zulieferer FACC peilt Umsatzplus von bis zu 15 Prozent an
Investitionen in Oberösterreich und den USA geplant
Der börsennotierte Flugzeugzulieferer konnte in den bisherigen Divisionen Aerostructures, Engines & Nacelles und Cabin Interior beim Umsatz zulegen und das EBIT verbessern. Aber auch die neuen Geschäftsfelder Advanced Air Mobility und Aftermarket Services entwickelten sich positiv, sagte FACC-CEO Robert Machtlinger vor Journalisten.
Verluste im Bereich Cabin Interior verringert
Als Problemkind erwies sich im Vorjahr jedoch neuerlich der Bereich Cabin Interior: Zwar gab es auch hier eine Verbesserung beim EBIT, allerdings verringerte sich dadurch nur der operative Verlust von minus 8,9 auf minus 6,2 Mio. Euro. Hohe Personal- und Energiekosten schlagen hier deutlicher durch, als in anderen Bereichen. Daher soll die Produktion dieser Teile über kurz oder lang nach Kroatien gehen und dort der Personalstand aufgestockt werden. In Österreich wird es dennoch keinen Personalabbau geben: Schließlich soll der Standort Reichersberg St. Martin um rund 70 Mio. Euro ausgebaut und daher die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter benötigt werden.
Aber auch in den USA stehen Investitionen an. Der US-Hersteller Archer entwickelt elektrisch betriebene Fluggeräte für den Personenverkehr als Ersatz für herkömmliche Hubschrauber. Bei einem entsprechenden Auftrag wird FACC 2027 bzw. 2028 in den USA ein Werk bauen. Die Investitionen bezifferte Machtlinger mit einem zweistelligen Millionenbetrag.
Positiver Ausblick für die Branche
Nach 4,9 Milliarden Passagieren im Vorjahr gehen die Prognosen der IATA für heuer von rund 5,2 Milliarden Passagieren aus, teilte Machtlinger weiters mit. Dementsprechend konnten Flugzeughersteller wie Airbus, Boeing, COMAC und Embraer zum Jahresende auf 17.463 fixe Flugzeug-Bestellungen verweisen.
Die FACC hat derzeit Aufträge über 5,3 Mrd. Euro im Orderbuch. Damit sei man für die nächsten Jahre ausgelastet. Allerdings gibt es nach wie vor Unsicherheiten im Markt. Daher ist die Umsatzprognose für das laufende Jahr mit einem Plus von 5 bis 15 Prozent noch vage. Beim EBIT strebt FACC durch zu erwartende Skaleneffekte und durch das laufende Effizienzsteigerungsprogramm eine deutliche Steigerung an. Mit diesem Programm sollen die im europäischen Vergleich hohen Kostensteigerungen kompensiert werden. Das Ziel ist, innerhalb von zwei Jahren rund 80 Mio. Euro einzusparen, sagte Finanzvorstand Florian Heindl. Die EBIT-Marge, die zuletzt bei 3,2 Prozent lag, soll mittelfristig wieder auf das frühere Niveau von 8 bis 10 Prozent gebracht werden, so Heindl.
fel/cgh
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Quelle: APA