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Lenzing drehte 2024 das Betriebsergebnis ins Plus

14.03.2025, 11:30:00

Rund hundert Mitarbeiter weniger als 2023 - CEO Rohit Aggarwal: Das Performance-Programm wirkt

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AKTUALISIERUNGS-HINWEIS
Neu: Neufassung nach PK
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Der börsennotierte Faserhersteller Lenzing
legte 2024 beim Umsatz um 5,7 Prozent auf 2,66 Mrd. Euro zu. Das
Betriebsergebnis (EBIT) drehte von minus 476,4 Mio. im Jahr 2023 auf
plus 88,5 Mio. Euro im Vorjahr. Ein 2023 gestartetes
Performance-Programm wirke, dennoch bleibe der Markt herausfordernd,
hieß es in der Bilanzpressekonferenz am Freitag, vor allem was die
Energiepreise angeht.
Das Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) stieg 2024 um
30,4 Prozent auf 395,4 Mio. Euro, die EBITDA-Marge erhöhte sich von
12,0 auf 14,8 Prozent. Der Free Cashflow verbesserte sich von minus
122,8 Mio. auf plus 167 Mio. Euro. Das Ergebnis nach Steuern sei mit
minus 138,3 Mio. Euro - nach minus 593,0 Mio. Euro 2023 - durch
einmalige Sondereffekte negativ beeinflusst gewesen. Mit Jahresende
2024 hatte Lenzing konzernweit 7.816 Beschäftigte, nach 7.917 ein
Jahr zuvor.
Preise weiter unter Druck
Lenzing habe zwar die Absatzmengen deutlich gesteigert, aber das
Preisniveau lag weiterhin unter jenem des Vorjahres. "Die
Logistikkosten sind deutlich gestiegen, und auch die Rohstoff- und
Energiekosten blieben nach wie vor erhöht", hieß es vom Anbieter von
regenerierten Cellulosefasern für die Textil- und
Vliesstoffindustrien. "Die Kostenseite bleibt eine Herausforderung",
vor allem für die europäischen Standorte, so Finanzchef Nico Reiner.
Zwar seien die Holzpreise zuletzt leicht gesunken, jene für Energie
und Gas oder für Chemikalien wie Natronlauge aber nach wie vor auf
hohem Niveau.
Das Performance-Programm wirke, betonte Rohit Aggarwal, Chef der
Lenzing Gruppe. Die Initiative zielte primär auf eine Verbesserung
des EBITDA und die Generierung von Free Cashflow durch eine
gesteigerte Profitabilität sowie nachhaltige Kostenexzellenz ab. Im
Vorjahr habe man 130 Mio. Euro an "nachhaltigen Einsparungen"
erreicht, heuer sollen es 180 Mio. Euro werden, erwartet Reiner.
Spezialfasern werden immer wichtiger
Gut entwickelt sich der Bereich der Premiumfasern: So sei der
Anteil der Spezialfasern am Faserumsatz 2024 um 14 Prozentpunkte auf
93 Prozent gestiegen. Aggarwal hofft, dass es früher oder später"
auch einmal 100 Prozent werden können.
So führt Lenzing etwa hydrophobe Cellulosefasern, die
Flüssigkeiten an ihrer Oberfläche weiterleiten können und damit neue
Produkte im Hygienebereich ermöglichen, oder biologisch abbaubare
Geotextilien zum Schutz von Gletschern. Gemeinsam mit der auf
Lederalternativen spezialisieren Firma Recyc Leather brachte Lenzing
neue Schuhmaterialien aus "Tencel"-Lyocellfasern und recycelten
Lederfasern auf den Markt.
Weitere Ergebnisverbesserung 2025 erwartet
Zum Ausblick meinte Lenzing, dass die Umsetzung des
Performance-Programms auch in den kommenden Quartalen zur weiteren
Ergebnisverbesserung beitragen werde. Die Lenzing Gruppe gehe für
2025 von einem höheren EBITDA im Vergleich zum Vorjahr aus. Man sehe
unverändert einen steigenden Bedarf an umweltverträglichen Fasern
für die Textil- und Bekleidungsindustrie sowie die Hygiene- und
Medizinbranchen.
ver/stf/tpo/ker
 ISIN  AT0000644505
 WEB   http://www.lenzing.com


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