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Andritz machte 2024 etwas weniger Umsatz und Gewinn, erhöht Dividende

06.03.2025, 11:22:00

Umsatz um 4 Prozent auf 8,3 Mrd. Euro gesunken, Konzernergebnis um 1,5 Prozent auf 496,5 Mio. Euro - Starkes Auftragsplus im Schlussquartal - Dividende soll auf 2,60 Euro je Aktie steigen

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AKTUALISIERUNGS-HINWEIS
Neu: Weitere Details nach der PK, 5. und 6. Absatz
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Der steirische Maschinen- und Anlagenbauer
Andritz hatte 2024 ein gutes Geschäftsjahr - gemessen am Rekordjahr
2023 gingen Umsatz und Gewinn sowie die Auftragseingänge aber leicht
zurück. Der Umsatz lag mit 8,31 Mrd. Euro um 4 Prozent unter dem
Vorjahr, das Konzernergebnis ging um 1,5 Prozent auf 496,5 Mio. Euro
zurück und der Auftragseingang der Gruppe lag 2024 bei 8,28 Mrd.
Euro und damit um 3 Prozent unter dem Vorjahreswert, teilte das
Unternehmen am Donnerstag mit.
"Aufgrund des wirtschaftlichen Gegenwinds konnten wir 2024 kein
Wachstum erzielen", sagte Vorstandschef Joachim Schönbeck laut
Mitteilung. "Wir haben jedoch unsere Kapazitäten frühzeitig proaktiv
angepasst und konnten unsere operative Rentabilität verbessern."
Unter Berücksichtigung der Rückstellungen für Kapazitätsanpassungen
erreichte Andritz eine stabile EBITA-Marge von 8,6 Prozent.
Dividende steigt von 2,50 auf 2,60 Euro je Aktie
Im vierten Quartal war der Auftragseingang mit 2,53 Mrd. Euro um
knapp ein Viertel höher als im Schlussquartal 2023. Der Vorstand
will der Hauptversammlung eine Erhöhung der Dividende von 2,50 auf
2,60 Euro je Aktie vorschlagen.
Für 2025 erwartet Andritz eine Belebung der Projektaktivität in
allen Märkten und eine weitgehend stabile Entwicklung von Umsatz und
operativer Rentabilität. Der Umsatz wird bei 8,0 bis 8,3 Mrd. Euro
erwartet. Die vergleichbare EBITA-Marge (ohne nicht operative
Positionen) soll voraussichtlich 8,6 bis 9,0 Prozent betragen.
Moderates 1. und starkes 4. Quartal
Treiber des Geschäftes 2024 war der Bereich Erneuerbare Energie
und hier insbesondere die Erneuerung von Pumpspeicherkraftwerken,
erklärte am Donnerstag Konzernchef Joachim Schönbeck vor
Journalisten. Weniger erfreulich entwickelt habe sich der
Geschäftsbereich Metalle, hier habe sich die Schwäche der
Autoindustrie ausgewirkt. Übers Jahr betrachtet sei das erste
Quartal "moderat"und das Schlussquartal "stark" verlaufen. Zum
Jahresende habe man einige Großaufträge sichern können. 2024 sei die
Margenentwicklung auf einem Rekordhoch gewesen, was auch die
Anhebung des Dividendenvorschlages rechtfertige.
Beim Thema Zölle hofft Schönbeck, dass nicht so heiß gegessen wie
gekocht wird. Letztendlich würden die Konsumenten über höhere Preise
die Zeche zahlen, was wiederum auf die Konjunktur drücken würde. Zur
Diskussion um den Green Industrial Deal meinte der
Konzernvorsitzende, dass hier viel zu wenig konkret sei um ein
klares Statement abzugeben. Grundsätzlich sei es jedenfalls zu
begrüßen, dass sich Europa wieder mehr um seine Wettbewerbsfähigkeit
kümmert.
stf/ivn/hel
 ISIN  AT0000730007
 WEB   http://www.andritz.com


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Andritz AG

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