Wirtschaftsminister will "Stopptaste für industrielle Abwanderung"
Erster Arbeitstag von Hattmannsdorfer führte zur voestalpine in Linz - Konzernchef Eibensteiner drängt auf "sehr schnelle Maßnahmen" gegen Verlust der Wettbewerbsfähigkeit
Der Linzer Stahlkonzern "als Leitbetrieb unseres Landes und in Europa" stehe stellvertretend für den Wohlstand in unserem Land nannte er eine Änderung im "Mindset". voestalpine-CEO Herbert Eibensteiner freute sich über das klare Bekenntnis zur Industrie und bewertete das Regierungsprogramm positiv.
Steuerfreie Mitarbeiterprämie
Der Konzernchef drückte aber aufs Tempo, so brauche es "sehr schnelle Maßnahmen" und diese müssten in "hilfreiche Gesetze münden", meinte er mit Blick auf die internationale Wettbewerbsfähigkeit. Diese nehme weiter ab, wofür er einmal mehr die steigenden Lohnstückkosten und die hohen Energiepreise sowie ein "sehr strenges CO2-Regime in Europa" als Gründe anführte. Hattmannsdorfer kündigte an, dass die drei Energiegesetze (EABG, ElWG und EGG) zeitnah bis zum Sommer 2025 umgesetzt werden. Trotz Budgetkonsolidierung erwartet sich der Minister etwa auch mit Einführung einer steuerfreien Mitarbeiterprämie einen Beitrag zur Ankurbelung der Konjunktur. Ab Mitte der Legislaturperiode werde auch mit der Senkung der Lohnnebenkosten begonnen. Mit "dem Pfad zur Senkung von 3,7 Prozentpunkten" werde gewährleistet, "wieder auf deutsches Niveau" zu kommen.
Handelspolitisch tritt Hattmannsdorfer für mehr "Selbstbewusstsein in der Europäischen Union" mit Blick auf USA und China ein. Eibensteiner erwartet sich, dass die EU auf die angekündigten Handelsbeschränkungen der USA reagiere.
ker/fel
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Quelle: APA