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Schwieriges Marktumfeld sorgte 2024 für Ergebnisrückgang bei AMAG

20.02.2025, 14:17:00

CEO Kaufmann zu Zöllen: Die USA müssen auch künftig Primäraluminium importieren

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AKTUALISIERUNGS-HINWEIS
Neu: Gänzlich neu nach der Bilanz-PK
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Der oberösterreichische Aluminiumkonzern
AMAG blickt auf ein schwieriges Jahr zurück, das auch seine Spuren
in der Bilanz hinterlassen hat. Das Ergebnis nach Steuern sank von
66,4 auf 43,2 Mio. Euro ab, das EBITDA gab von 188,4 auf 179,2 Mio.
Euro nach. Der Umsatz ging um 0,7 Prozent auf 1,4 Mrd. Euro zurück.
Unterm Strich zeigte sich die Konzernführung zufrieden, ein Ausblick
für das heurige Jahr sei aber schwierig - Stichwort US-Zölle und
kriselnde Automobilwirtschaft.
"Wir sind stolz, dass wir in einem schwierigen Marktumfeld das
Niveau halten haben können", sagte am Donnerstag
Vorstandsvorsitzender Helmut Kaufmann bei der Bilanzpressekonferenz.
Der Dividendenvorschlag für 2024 werde bei 1,20 Euro je Aktie
liegen, nach 1,50 Euro im Jahr zuvor. Im Bereich Auto, Transport und
Luftfahrt sei ein Rekordabsatz erzielt worden. "In Summe" blicke das
Management zuversichtlich auf das heurige Jahr.
Viel Unsicherheit bei Zöllen
Zu den Plänen der USA und Europa zu Zöllen gab sich das
Management des Aluminiumkonzerns, der ein Elektrolysewerk in Kanada
betreibt, am Donnerstag zurückhaltend. Im schlechtesten Fall würde
man von beiden Seiten mit Zöllen belegt, die in Summe bis zu 50
Prozent betragen könnten. Aber noch sei hier vieles ungewiss. Das
Werk in Kanada könne jedenfalls sowohl in die USA als auch nach
Europa liefern, das evaluiere man gerade.
Klar sei jedenfalls: Die USA müssen auch in Zukunft
Primäraluminium importieren, hier liege der Selbstversorgungsgrad
nur bei rund 20 Prozent. Rund 50.000 Tonnen der jährlichen
Produktion der AMAG in diesem Bereich gingen in die USA. In den
Vereinigten Staaten ein Werk zu bauen um Zölle zu umgehen sei
jedenfalls keine kurzfristige Angelegenheit, betonte Kaufmann vor
Journalisten. Zur Diskussion um Wirtschaftsbeziehungen mit Russland
gab sich die AMAG entspannt, davon sei man nicht betroffen.
Stabile Regierung gewünscht
Gefragt nach seinen Wünschen an die künftige österreichische
Bundesregierung meinte der Konzernchef, wichtig seien Kontinuität
und Stabilität sowie ein Blick auf die Kosten für die Industrie und
die stark zugenommene Bürokratie.
stf/bel
 ISIN  AT00000AMAG3
 WEB   http://www.amag.at


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